Artes liberales, seit dem Altertum üblicher Terminus für die "Sieben freien Künste", d. h. die Bildungsziele der freien Bürger.

Der Terminus war auch im Mittelalter für die Ausbildung des freien Mannes üblich, der nicht auf materiellen Broterwerb angewiesen war. Die von Martianus Capella stammenden Schrift "De nuptiis Mercurii et Philologiae" (Von der Hochzeit Merkurs mit der Philologie) aus dem 5. Jh. n. Chr. überliefert die Disziplinen des Bildungswesens der Antike. Das Mittelalter übernahm die Artes liberales. An den Universitäten wurden sie in die drei unteren Fächer, das Trivium, zu deutsch "Dreiweg" (Grammatik, Dialektik, Rhetorik), und in die vier höheren Fächer, das so genannte Quadrivium, zu deutsch "Vierweg" (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie), unterteilt. Als Symbol für die Artes liberales diente oft eine siebensprossige Leiter. In der Bildenden Kunst findet man die Artes liberales meist personifiziert dargestellt und im Allgemeinen mit folgenden Attributen und Beifiguren versehen:Die mit geistiger Tätigkeit in Verbindung stehenden Artes liberales waren ausschließlich "freien" Personen vorbehalten. Die mit körperlicher Arbeit verbundenen* Artes mechanicae, die "mechanischen Künste", durften dagegen von allen ausgeübt werden. Im Mittelalter waren Streitgedichte über den Rangstreit zwischen Artes liberales und * Artes mechanicae beliebt.




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Artes mechanicae »


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