Paragone, italienisch "Vergleich", "Gegenüberstellung",

Bezeichnung für die vor allem in der Renaissance und im Frühbarock stattgefundenen Auseinandersetzungen, ob in der Kunst der Malerei oder der Plastik der Vorzug zu geben sei, ähnlich den im Mittelalter beliebten Streitgedichten, die Vorrangstellung der * Artes liberales bzw. der * Artes mechanicae betreffend. Begonnen haben soll der Paragone nach 1430 mit dem "Trattato della pittura", in dem sich L. B. Alberti letztlich für die Malerei aussprach. Den gleichen Standpunkt vertraten u. a. auch B. Castiglione, A. Dürer und Leonardo da Vinci. Intensiv mit dem Paragone auseinandergesetzt haben sich auch R. Borghini, P. Lomazzo, B. Varchi und G. Vasari und selbst Galileo Galilei.


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