Parforcejagd, von französisch par force, "mit Gewalt",

Ursprünglich mit einer Hundemeute durchgeführte Hetzjagd zu Pferd auf Fuchs, Hirsch, manchmal auch auf Wildsauen. Während die Jagd auf Hirsch und Wildschwein seit dem 19. Jh. nicht mehr vom Pferd aus erfolgt, erfreute sich die "Fuchsjagd" nach genauen Regeln in England und Frankreich noch bis ins 20. Jh. großer Beliebtheit. Aus Gründen des Tierschutzes finden diese sportlichen und gesellschaftlichen Treffen in deutschsprachigen Ländern nunmehr als so genannte "Schnitzeljagd" statt.

Ein Teilnehmer übernimmt dabei die Rolle des Fuchses, bezeichnet seine Route im Gelände mit Papierschnitzeln und muss von den anderen Reitern gestellt und gefangen werden. Bei der "Schnitzeljagd" ist keine Hundemeute beteiligt. Die Parforcejagd zählte zu den Lieblingsmotiven vor allem der englischen Kupferstecher.


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