Patene, lateinisch patena von griechisch patane, "Pfanne", "flache Schüssel",

Bezeichnung für den in christlichen Kirchen verwendeten Teller bzw. die flache Schale für das zu konsekrierende oder konsekrierte eucharistische Brot (* Hostie) zur Austeilung an die Gläubigen. Bis zum 9./10. Jh. wurde bei der * Eucharistie Weizenbrot verwendet, und die Patene hatten eine dementsprechende Größe; Durchmesser von 60-80 cm waren bei den als flache Schüsseln ausgebildeten Patenen keine Seltenheit. Nach der Einführung der Hostie nahm die Größe der Patene im 10./12. Jh. wesentlich ab; sie wurde meist als reich verzierter Teller gestaltet und diente in der Form auch als Abdeckung für den Messkelch. Seit der Zeit besteht die Patene gewöhnlich aus dem gleichen Material wie der Messkelch (meist vergoldetes Silber). Der Boden gotischer Patenen ist im allgemeinen * passig ausgeführt. Das am Tellerrand befindliche Kreuz wird Kuss- oder Weihekreuz genannt. Um mehr Platz für Hostien zu bieten, wurde die Patene in der zweiten Hälfte 20. Jh. oft schalenförmig ausgebildet, d. h. es hat sich daraus die so genannte Kommunionschale entwickelt.


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Patentaler »


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