Pelops, Sohn des Büßers * Tantalos und der Dione.

Um die Allwissenheit der Götter auf die Probe zu stellen, setzte Tantalos ihnen Teile seines geschlachteten Sohns Pelops als Speise vor. Nur * Demeter, die vor Sorge um ihre von Hades entführte Tochter Persephone gedankenverloren war, aß ein Stück. Hermes soll den Jüngling wieder zum Leben erweckt und das von Demeter verzehrte Schulterstück durch Elfenbein ersetzt haben. Wie es heißt, wurde nach Pelops der Peloponnes, die südgriechische Halbinsel, benannt. Mit Hilfe des Wagenlenkers * Myrtilos errang Pelops beim Wagenrennen die schöne Hippodameia, die Tochter des über Pisa und Elis herrschenden Königs Oinomaos. Der König fand bei dem Wagenrennen den Tod, und auch Myrtilos, dem Pelops reichen Lohn für seine Hilfe versprochen hatte, wurde von Pelops ins Meer gestürzt. Die vom sterbenden König Oinomaos und seinem Wagenlenker gegen Pelops und seine Nachkommen ausgestoßenen Verwünschungen trafen vor allem Pelopses Söhne * Atreus (den Vater * Agamemnons) und * Thyestes.

Die Erringung Hippodameias inspirierte viele Künstler, u. a. ist das Thema als östliche Giebelgruppe des Zeustempels von Olympia (Olympia, Museum), sowie auf einer Ende 5. Jh. v. Chr. entstandenen rotfigurigen Amphore in Arezzo und auf einem attischen * Glockenkrater (Neapel, Museo Nationale) aus der Zeit um 375 v. Chr. dargestellt. Von den Künstlern der Neuzeit verwendete u. a. Rubens das Motiv (Skizze, Brüssel, Museum).


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