Penelope, im griechischen Mythos Tochter des Ikaros und der Nymphe Periboia, Gemahlin des * Odysseus.

Als der mythische Held durch den Kampf um * Troja bereits zehn Jahre von zu Hause fort war und danach seine Irrfahrten schon das siebente Jahr währten, wurde Penelope von den Vornehmen Ithakas und der umliegenden Inseln gedrängt, einen der Ihren zu ehelichen. Unter dem Druck der Freier willigte Penelope zum Schein ein, gab aber vor, zuerst das Totenkleid für ihren Schwiegervater Laertes weben zu müssen, bevor sie ihre Wahl treffe.

In der Hoffnung, Odysseus werde doch noch zurückkehren, trennte sie jede Nacht fast die gesamte Arbeit des vorangegangenen Tages wieder auf. Nachdem eine Magd ihr Tun verraten hatte, forderten die Freier nach drei Jahren die längst fällige Entscheidung ein. In der Zwischenzeit aber hatte Odysseus endlich heimatlichen Boden erreicht. Athene verwandelte sein Äußeres in das eines greisen Bettlers, dessen wahre Identität nur von seinem treuen Hund Argos erkannt wurde. Auch Penelope wusste nichts von der Heimkehr ihres geliebten Gemahls, erklärte sich aber auf den Rat Athenes hin bereit, denjenigen als ihren Mann anzuerkennen, der den * Bogen des Odysseus spannen und wie dieser einen Pfeil durch die Löcher von zwölf hintereinander aufgestellten Axt-Eisen schießen könne.

Odysseus hatte sich unterdessen seinem Sohn Telemach und einigen getreuen Dienern zu erkennen gegeben, die auf seinen Befehl alle Tore verschlossen. Als keiner der Freier den Bogen soweit abzubiegen vermochte, um die nur an einem Ende fixierte Bogensehne auch am anderen Bogenende zu befestigen, bat Odysseus, es versuchen zu dürfen. Unter Spott und Gelächter händigte man dem vermeintlichen Bettler den schweren Bogen aus. Nachdem Odysseus die gestellte Aufgabe erfüllt hatte, tötete er gemeinsam mit seinem Sohn und zwei Getreuen alle Freier und schloss Penelope in die Arme.


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