Petrus, von griechisch petros, "Fels", griechische Übersetzung von kefa' bzw. Kephas, des dem Apostel Simon von Jesus gegebenen gleichbedeutenden aramäischen Beinamens, " ... und auf diesem Fels will ich meine Kirche bauen ..." (Matthäus 16,18).

Simon Petrus lebte vor seiner Berufung als verheirateter Fischer im galiläischen Kapernaum, am See Genezareth. Darstellungen zeigen Petrus seit frühchristlicher Zeit als älteren Mann, mit rundlichem Gesicht, meist kahlem Kopf, umrahmt von einem Lockenkranz sowie kurzem Bart. Seine Attribute sind ein verkehrtes * Lateinisches Kreuz, Schlüssel und * Hahn.

In der christlichen Kunst dienten folgende Szenen aus dem Leben des Apostels als bevorzugte Motive:

1. "Petrus mit den Himmelsschlüsseln". Die Darstellung bezieht sich auf das Wort Jesu, wonach er Petrus die Schlüssel des Himmelsreichs übergeben werde (Matthäus 16,19).

2. "Petrus schlägt * Malchus ein Ohr ab". Die Szene geht auf die Gefangennahme Christi zurück, bei der Petrus mit seinem Schwert Malchus, einem Diener des Hohenpriesters, ein Ohr abschlug (Matthäus 26, 51-52).

3. Die * Verleugnung Christi durch Petrus. Die Prophezeiung Christi, Petrus werde ihn noch vor dem Hahnenschrei dreimal verleugnen, wurde in der Nacht nach der Gefangennahme Christi Wirklichkeit: Während der Hohepriester Jesus verhörte, wärmte sich Petrus im Hof an einem Kohlebecken und wurde von zwei Mägden und einem Knecht bezichtigt, einer der Jünger zu sein. Petrus stritt aber jedesmal vehement ab, Jesus zu kennen (Matt. 26, 69-75).

4. Ein weniger oft dargestelltes Motiv ist die * Gesetzesübergabe durch Jesus.

Als Festtag für die beiden Apostel Petrus und Paulus wurde der 29. Juni bestimmt. Der Überlieferung nach wurde Petrus in Rom unter Kaiser Nero zwischen 64 und 67 zum Tode verurteilt. Da Petrus sich für unwürdig hielt, auf die gleiche Weise wie Christus zu sterben, soll er auf seine Bitte mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden sein.


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