Pharisäer, von hebräisch peruschim (Mz.) "Abgesonderte".

Die Gruppe der Pharisäer ging während der Makkabäerkämpfe im 2. Jh. v. Chr. aus den Chassidim, den Frommen, hervor. Sie lebten streng nach dem Wortlaut der mosaischen Satzungen, unterhielten eigene Gesetzesschulen und hatten als Schriftgelehrte großen Einfluss auf das jüdische Volk. Die Pharisäer setzten sich vor allem für die Pflege religiöser Traditionen ein, zum Schutz vor Beeinflussung durch ausländische Machthaber - vor allem die Römer -, aber auch durch die politisch-religiöse Kaste der Sadduzäer, deren Mitglieder der jüdischen Aristokratie angehörten. Aus Angst vor dem Verlust ihres Einflusses traten die Pharisäer gegen die Person und die Lehre Jesu Christi auf.


« Phantastischer Realismus

Pharos »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.