Pyramidenkomposition, in der Bildenden Kunst verwendete Gestaltung, bei der mehrere wiedergegebene Personen den Raum einer gedachten Pyramide ausfüllen.

Malereien sowie plastische Darstellungen der * Heiligen Familie sind häufig als Pyramidenkompositionen angelegt. Im Vordergrund der Jesusknabe (mit * Johannes), flankiert von * Maria und Mutter * Anna, deren gebeugte Rücken die Seiten der Pyramide bilden. Der Kopf des im Hintergrund stehenden hl. Josef formt die Pyramidenspitze. Besonders beliebt war im Barock die Pyramidenkomposition in der Bildhauerkunst, in Form mehrerer verschlungen übereinander befindlicher Tiere oder * Putti (Puttenpyramide), z. B. bei Griffen von * Hirschfängern oder anderen Blankwaffen. Die Gestaltung heißt zwar auch Pyramidenkomposition, die Figuren sind aber, der Grifform entsprechend, zylindrisch und nicht wie eine Pyramide angeordnet. Vgl. * Geometrische Komposition.


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Pyramus und Thisbe »


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