Quadrant, von lateinisch quadrans, "der vierte Teil" (des Kreisumfangs), früher in Astronomie und Schiffahrt verwendetes Instrument in Astronomie und Schiffahrt zur Positionsbestimmung anhand des Stands der Gestirne.

Der Quadrant besteht aus einem Viertelkreis mit Gradeinteilung am äußeren Rand und aus einem schwenkbaren Stab mit Visiereinrichtung, mit dem z. B. der * Polarstern angepeilt wird. Der Höhenwinkel des angepeilten Gestirns (bei Tag die Sonne, bei Nacht meist der Polarstern) konnte mit dem vom Scheitelpunkt des Viertelkreises herabhängenden Lot oder Zeiger bestimmt werden. Die Seeleute segelten "nach der Breite", d. h. sie ermittelten den Winkel zwischen dem Horizont des Beobachters und dem Himmelskörper, um dann nach dem Höhenwinkel des Gestirns in Tabellen (den Ephemeriden) den Breitegrad ausfindig zu machen. Die Verwendung des Quadranten in der Nautik geht angeblich auf Heinrich den Seefahrer zurück. Die ersten transportablen Quadranten bestanden aus Holz oder * Walbein, seit Beginn des 18. Jh. meist aus Messing. Für astronomische Zwecke wurden speziell große Exemplare aus Eisen konstruiert, die an Mauern befestigt waren. Diese so genannten Mauerquadranten erreichten einen Durchmesser bis zu 3,5 m.


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Quadratischer Nimbus »


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