Quadriga, lateinisch, "Viergespann", offener, von vier nebeneinander befindlichen Pferden gezogener zweirädriger Jagd-, Kampf- oder Triumphwagen der Antike.

Seit 680 v. Chr. nahmen Quadrigen an den Wettkämpfen der * Olympischen Spiele teil. Wie die * Biga war auch die Quadriga in der Antike ein beliebtes Motiv für Wandmalereien und für die Architekturplastik, wie z. B. die Quadriga am Ostgiebel des Zeustempels von Olympia. Überliefert sind u. a. auch Darstellungen von Quadriga auf römischen Münzen. Die erste rundplastisch gestaltete Quadriga, von der wir wissen, befand sich am * Mausoleum in Halikarnassos. Sie diente als Vorbild für spätere Viergespanne als Bekrönung monumentaler Bauwerke. Die berühmten Pferde von S. Marco in Venedig gehörten wahrscheinlich zu einer Quadriga auf dem Triumphbogen eines römischen Kaisers. Zu den bekannten Beispielen zählen die von E. Jury nach einem Modell des deutschen Bildhauers, Zeichners und Graphikers Gottfried Schadow (1764-1850) in doppelter Lebensgröße aus Kupfer getriebene Quadriga am Brandenburger Tor in Berlin sowie die acht bronzenen Quadrigen am Wiener Parlament (ehemals Reichsratsgebäude).


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Quadrigatus »


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