Radiokarbonmethode, Radiokohlenstoffmethode, Radiokohlenstoffdatierung, 14C- bzw. C14-Methode,

Bezeichnung für die Altersbestimmung von Objekten organischen Ursprungs, wie z. B. * Elfenbein, Holz, * Horn, Knochen, Fossilien usw. Es wird festgestellt, wieviel radioaktiver Kohlenstoff in einer Probe enthalten ist, und damit auf das Alter des zu bestimmenden Objektes geschlossen.

Anwendbar ist die Radiokarbonmethode bei Proben, deren Alter in dem Zeitraum von vor mindestens 200 bis 40.000 Jahren zu suchen ist. Mit Hilfe der Radiokarbonmethode kann etwa bei Freilegung einer prähistorischen Feuerstelle durch die Reste von verkohlten Holzstücken das Alter der Siedlung erschlossen werden. Das radioaktive Kohlenstoffisotop C14 entsteht durch eine Kernreaktion am Stickstoffisotop N14 in den oberen Schichten der Troposhäre.

Ausgelöst wird diese Kernreaktion durch Neutronen, die durch kosmische Strahlung entstehen. Der sich weitgehend gleichbleibend ausbildende Radiokohlenstoff kommt durch Luftströmungen in oxidierter Form (CO2) nach und nach in bodennahe Luftschichten, wo er über die Assimilation von Pflanzen aufgenommen wird und in die Biosphäre gelangt. Nach dem Absterben des Organismus beginnt der C14-Gehalt mit einer Halbwertszeit von 5.730 Jahren abzunehmen (+/- 40 Jahre). Die in jedem biogenen Objekt vorhandene C14-Konzentration erlaubt die Ermittlung der Jahre, die seit den letzten Stoffwechselvorgängen vergangen sind, und damit die Feststellung des Alters des zu untersuchenden Gegenstandes.


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