Realismo, italienisch,

1) gelegentlich auch als Neorealismus oder Neoliberty bezeichnete Richtung der italienischen Architektur um 1950. Der Realismo entwickelte sich aus der Fronte nuovo delli arti, mit dem Bestreben, Neubauten mit schönen Sozialwohnungen zu errichten und auch in das Orts- oder Stadtbild harmonisch zu integrieren (Experimentaldörfer von L. Quaroni, sowie in Rom: INA-Gelände Tiburtino und Tuscolano). Mit dem Realismo befasst waren u. a. F. Albani und M. Ridolfi.

2) Bezeichnung für einen von der * Fronte nuovo delli arti beeinflussten Künstlerkreis, der einen kritischen sozialistischen Realismus vertrat. Die Gruppe trat erstmals 1950 auf der XXV. Biennale in Venedig in Erscheinung und präsentierte ihre Werke auch auf den Biennalen 1952 und 1954. Die meisten der ausgestellten Bilder reflektierten in einer unkompliziert direkten, volkstümlichen Bildsprache das schwierige Leben der einfachen Leute. Zu sehen waren u. a. Motive vom Partisanenkampf, von Streiks mit verletzten und getöteten Arbeitern sowie von dem durch die Flutkatastrophe des Po 1951 entstandenen Elend.


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