Reichskleinodien, gemeinsam mit den * Reichsinsignien vom 10. Jh. bis 1806 die Hoheitszeichen der deutschen Könige sowie der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs.

Zu den Reichskleinodien zählten u. a. der Krönungsornat (Mantel, * Dalmatik, Handschuhe, Sporen) und zehn * Heiltümer (darunter ein * Reliquiar mit einem Gewandstück des Evangelisten * Johannes, ein Reliquiar mit einem Span aus der * Krippe von Bethlehem und das durch eine Inschrift mit Kaiser Konrad II. in Verbindung gebrachte, mit edlen Steinen und Perlen besetzte und auf der Rückseite mit * Niello verzierte Reichskreuz). Die Reichskleinodien und die Reichsinsignien wurden zunächst in den Reichsburgen aufbewahrt, 1424-1796 dann in Nürnberg im * Chor der Kirche des Heilig-Geist-Spitals im so genannten Heiltumsschrein. Bis 1525 wurden sie jährlich einmal zur Schau gestellt. Seit 1813 ist der Aufbewahrungsort Wien, ausgenommen die Zeit von 1938-1945.


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