Restoration style, englische Kunstepoche des 17. Jh.

Der dem * Karlinischen Stil folgende Restoration Style begann mit der Restauration des Königtums der Stuarts, durch die Wiedereinsetzung Charles II. 1660, und währte bis etwa 1670. Die Royalisten brachten aus dem Exil künstlerische Ideen nach England, wo diese den puritanischen Stil Oliver Cromwells ablösten. Der verheerende Brand Londons 1666 zerstörte den Großteil der mit einfachen, massiven Eichenmöbeln calvinistisch streng ausgestatteten Bürgerhäuser. Die Neubauten wurden mit leichteren, oft mit Walnussholz furnierten Möbeln eingerichtet.

Wie John Evelyn, ein Freund Samuel * Pepys, schrieb, entstand durch diese neue Mode "... eine Verfeinerung des Lebensstils, der zu einer schrankenlos prasserischen Prunkentfaltung führte..." Das reiche Bürgertum brach mit der von Cromwells Calvinisten geforderten Bescheidenheit und schloss sich uneingeschränkt der neuen Strömung an. Von Frankreich übernahm man u. a. die * Chaiselongue-Mode; die Marketeriearbeiten der Möbel wurden von den Niederlanden beeinflusst. Zudem gelangten durch die * Ostindische Kompanie zunehmend auch japanische und chinesische Lackmöbel nach England. Auf den Restoration Style folgte 1670-1690 der so genannte * William and Mary Style.


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Resurrectio Domini »


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