Sanduhr, Stundenglas, altes Zeitmessinstrument.

Die ursprüngliche Form der Sanduhr besteht aus zwei in einem Rahmen eingesetzten flaschenförmigen Gläsern, die an den schmalen Enden miteinander verbunden sind. Am Übergang verengen sich die Gläser so weit, dass nur ein winziges Loch zwischen den beiden Behältern den Durchlass bildet. Ein Glas ist mit feinem Sand gefüllt. Befindet sich der volle Behälter oben, rieselt der Sand durch die Engstelle ins untere Glas. Die Sanduhr kann sodann um 180 ° gewendet werden, so dass das volle Glas oben ist und der Sand wieder in den unteren Behälter rieselt. Seit dem 18. Jh. wurden Sanduhrgläser von Glasbläsern aus einem Stück hergestellt. Die Gestelle sind oft aus Holz oder Metall, manchmal auch aus Elfenbein.

Auch nach der Erfindung der Räderuhren waren Sanduhren oft noch in Gebrauch, etwa bei Gericht, zur Limitierung der Redezeit der Verteidigung. An die Verwendung von Sanduhren auf Schiffen zur Zeitbemessung für die Ablöse des Wachdienstes erinnert der alte Brauch, auf Schiffen die Zeit in "Glasen" anzugeben (ein "Glas" entspricht in der Seemannssprache einer halben Stunde). Als Sinnbild für die verrinnende Zeit und das nahende Ende zählt die Sanduhr zu den * Memento-mori-Symbolen.


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