Sang-de-boeuf, französisch, "Ochsenblut",

Durch Kupferoxid hervorgerufene tiefrote * Glasur auf chinesischen * Keramiken aus der K'ang-Hsi-Zeit (1662-1723).

Charakteristisch ist, dass die Glasur nicht das gesamte Objekt bedeckt, sondern bei der Herstellung, am oberen Ende aufgesprüht, den Gegenstand entlang herunterfloss. Oft entstanden durch verschieden starken Auftrag Streifenbildungen und Farbunterschiede. An dünnen Stellen der Glasur weist sie manchmal Farbänderungen ins Blaugrüne auf. Im 19. Jh. wurde in europäischen Porzellanmanufakturen das chinesische Sang-de-boeuf nachempfunden, z. B. beim * Berliner und beim * Sèvres- Porzellan.


« Sanduhr

Sankt Denis »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.