Santiago de Compostela, von spanisch Santiago, "Sankt Jakob", und compostela, "Feld der Sterne", * Wallfahrtsort in Nordwestspanien (Galicien).

Durch einen Stern soll man 830 die Begräbnisstätte des Apostels * Jakobus d. Ä. wiedergefunden haben und baute 879-896 darüber eine Basilika. Zirka 1078 wurde an Stelle des Vorgängerbaues mit der Errichtung einer romanischen Kirchenanlage mit dreischiffigem * Langhaus begonnen, die 1128 bis auf die Westfassade fertiggestellt war. Vom 11.-13. Jh. war Santiago de Compostela die bekannteste abendländische Pilgerkirche. Sie wurde mehr frequentiert als die heiligen Stätten in Jerusalem und Rom.

Entlang des quer durch Europa führenden "Jakobsweges" nach Santiago fanden die Pilger in zahlreichen Klöstern und Herbergen Aufnahme. In einem von Aymeric Picaud verfassten Leitfaden wird der Weg zu dem Wallfahrtsort beschrieben, mit Hinweisen auf Unterkunftsmöglichkeiten und spezifische Eigenarten der Bevölkerung der Regionen, durch die der Jakobsweg führt. Durch die Pilgerstraße erfolgte auch ein reger Nord-Süd-Austausch von Kultur und Kunst. In unserer Zeit wurde der Kult der Verehrung des Heiligen Jakob wieder neu ins Leben gerufen und der Jakobsweg als Kulturgut erklärt. Jedes 7. Jahr, wenn der Namenstag des Heiligen (25. Juli) auf einen Sonntag fällt, wird als "Jakobsjahr" gefeiert. An Pilgerreisen nach Santiago de Compostela in früherer Zeit erinnern heute noch die oft aus * Gagat hergestellten * Jakobsmuscheln.


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Santiago Matamoros »


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