Automat, griech. automatos, "sich von selbst bewegend".

Von Kunsthandwerkern  auch schon in der Antike hergestellte figürliche Gestaltungen mit Selbstbewegungsmechanismus. Im 15. Jh. war Johannes Müller, genannt Regiomontanus, für seine Automaten berühmt. So soll er u. a. einen mit den Schwingen schlagenden Adler und eine sich selbst bewegende Fliege aus Eisen konstruiert haben. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich noch heute Uhren, die mit Automatenwerken und Spielwerken kombiniert sind, bei denen sich, mehr oder weniger aufwendig ausgeführt, Figurengruppen bewegen. Ab 1300 wurden Turmuhren oft mit der Figur des "Glockenschlägers" ausgestattet, der mit einem Hammer eine Glocke antönt und auf diese Weise die Stunden schlägt. Spätere Uhren mit beweglichen Figurengruppen, mit oder ohne * Defilee, nennt man gleichfalls Automaten oder "mechanische Uhren". Abgesehen von den erwähnten Ausführungen, gibt es eine Unzahl von Automaten ohne Uhr. Puppen sind z. B. oft als Automat ausgeführt. Häufig sind auch in kleinen Käfigen sitzende zwitschernde Vögel, die den Schnabel öffnen und schließen, den Kopf bewegen und mit den Flügeln schlagen. In einem * Kastenrahmen befindliche Gemälde, bei denen eine Kirchturm- oder Rathausuhr mit einem Uhrwerk ausgestattet ist, werden nicht Automat, sondern * Bilderuhren genannt. Wenn sich auf dem Bild auch Figuren bewegen, Mühlräder drehen etc., spricht man von einem * Tableau-Mechanique. Alte uhrwerkähnliche oder durch aufsteigende heiße Luft fungierende Antriebe für Bratspieße heißen * Brater.


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Automatismus »


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