Sheraton-Stil, nach dem Entwerfer Thomas Sheraton (1751-1806) benannter feingliedriger englischer Möbelstil des späten 18. und frühen 19. Jh. Sheraton bezeichnete sich selbst als "Musterzeichner von Möbeln und Ornamenten".

Obwohl vielfach als Schreiner erwähnt, nimmt man heute an, dass er vermutlich nie selbst Möbel herstellte. Seine nachfolgend angeführten Publikationen beeinflussten nachhaltig den zeitgenössischen Möbelstil: "The Cabine-Maker and Upholsterer's Drawing Book", das von 1791 bis 1794 in Fortsetzungen erschien (1794 in Leipzig in deutscher Sprache), "The Cabinet Dictionary" (1803), "Cabinet-Maker, Upholsterer and General Artist's Encyclopaedia" (1805). Sheraton orientierte sich am * Louis-seize-, * Directoire-, vor allem aber am klassizistisch beeinflussten * Adams Style.

Die schlichten und ausgewogen proportionierten, leichten Möbel mit schlanken geraden Beinen von quadratischem Querschnitt haben u. a. Verzierungen in Form von * Lyren, * Girlanden, * Vasen und * Urnen sowie meist streifenförmige Einlegearbeiten. Bei Sesseln sind die durchbrochenen Rückenlehnen die Stilträger. Bevorzugte Möbelhölzer waren * Mahagoni, * Satinholz und "Rosewood" (* Palisander), das in Übersetzungen oft fälschlich als Rosenholz bezeichnet wird. Zur Zeit Sheratons beeinflussten noch drei weitere Designer den englischen Möbelstil:

Robert * Adam,
Thomas * Chippendale und
George * Hepplewhite.

Regiert wurde England zur Zeit Sheratons von Georg III. (* Georgian Style).


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