Spinett, Tasteninstrument des 16. Jh., bei dem die Saiten über den Tastenanschlag mit einem kleinen Dorn (aus dem Kiel einer Vogelfeder) gezupft werden.

Der Name Spinett leitet sich entweder von dem um 1500 in Venedig lebenden Erfinder G. Spinetti oder von lateinisch spina, "Dorn", ab. Wie das * Cembalo zählt das Spinett zu den so genannten * Kielinstrumenten, d. h. es verfügt über eine Zupfmechanik. Zum Unterschied vom Cembalo sind die Saiten beim Spinett spitzwinkelig zur Tastenreihe (Klaviatur) angeordnet. Im allgemeinen verfügen Spinette nur über ein * Register, d. h. über eine Saite je Taste. In der Regel bezeichnet man heute die nichtrechteckigen Formen als Spinett, die rechteckigen Instrumente dagegen als * Virginal. Im Gegensatz zu den Kielinstrumenten werden die Saiten bei * Klavieren nicht mittels Kielen, von einer über den Tastenanschlag ausgelösten Zupfmechanik, sondern durch kleine Hämmer zum Schwingen gebracht.


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Spinne »


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