Babylonisches Exil, babylonische Gefangenschaft,

Bezeichnung für die Verschleppung der Israeliten nach Babylon. Sie erfolgte 597 und 586 v. Chr., nach der Eroberung und Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar II. (König von 605-562 v. Chr.). Der Herrscher raubte damals auch den Tempelschatz der Juden. Als Belsazar, ein Sohn Nebukadnezars, den Schatz bei einem Festmahl prahlerisch seinen Gästen zeigte, schrieb eine geheimnisvolle Hand an der Wand eine Prophezeiung (* Menetekel). Während des Babylonischen Exils wurde der Prophet * Daniel an den Königshof berufen, wo er seiner Traumdeutungen und Prophezeiungen wegen großes Ansehen genoss. Ihre Freiheit erhielten die Juden durch Kyros II. 539 v. Chr. Giuseppe Verdi wählte das Babylonische Exil zum Thema für seine 1842 in Mailand uraufgeführte Oper "Nabucco" (ital. Form von Nebukadnezar). Vgl. * Babylonische Gefangenschaft der Kirche.


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