Tierkreis, griechisch Zodiakos, die auf der Ekliptik (scheinbare Sonnenbahn; Erdbahn) liegenden und von der Sonne während eines Jahres durchlaufenen Sternzeichen.

Die Zusammenfassung benachbarter Sterne zu Sternbildern und ihre Verbindung mit Mythen war bereits bei den Babyloniern und Griechen üblich. Ptolemäus stellte in seinem "Viererbuch" eine Verbindung von Tierkreis und Planeten-Astrologie her. Seine Aussagen beruhen auf den fundierten Kenntnissen der Babylonier und Ägypter und der um 2100 v. Chr erfundenen Nachtuhr, mit deren Hilfe der Aufgang der Sternbilder der südlichen Ekliptik während des ganzen Sonnenjahres ermittelt werden kann. In Spätantike und im Mittelalter übten die Tierkreise bedeutenden Einfluss auf * Alchimie, Medizin und Philosophie aus und wurden in der Bildenden Kunst oft in Form dekorativer Deckengemälde und * Wandmalereien dargestellt.

Die einzelnen Tierkreiszeichen sind:

Steinbock 22.12. - 20.1.;
Wassermann 21.1. - 19.2.;
Fische 20.2. - 20.3.
Widder 21.3. - 20.4.;
Stier 21.4. - 21.5.;
Zwillinge 22.5. - 21. 6.;

Krebs 22.6. - 23.7.;
Löwe 24.7.- 23.8.;
Jungfrau 24.8. - 23.9.;
Waage 24.9. - 23.10.;
Skorpion 24. 10. - 22.11.;
Schütze 23.11. - 21.12.;

Die sechs Zeichen vom Steinbock bis zu den Zwillingen werden aufsteigende Zeichen genannt, da die Sonne sie nach Norden aufsteigend durchläuft; Krebs bis Schütze sind die so genannten absteigenden Tierkreiszeichen, sie werden von der Sonne in südlicher Richtung durchlaufen.

Die drei Frühlingszeichen sind Widder, Stier, Zwillinge;
die drei Sommerzeichen Krebs, Löwe, Jungfrau;
die drei Herbstzeichen Waage, Skorpion, Schütze;
die drei Winterzeichen Steinbock, Wassermann, Fische.

Auf alten Zeichnungen sind die Tierkreiszeichen manchmal kreisförmig als "Zodiakus circulus" angeordnet. Die japanischen Tierkreiszeichen, die so genannten * Junishi, zählen zu den beliebtesten * Netsuke-Motiven.


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