Tod. In der griechischen Kunst wurde * Thanatos als Personifikation des Todes als alter Mann mit langem Bart und Flügeln oder wie sein Bruder * Hypnos, der Schlaf, als geflügelter Jüngling bzw. als * Genius mit zu Boden gesenkter Fackel dargestellt.

Dem Urchristentum war die Darstellung des Todes fremd. Die meist aus ärmeren Schichten stammenden Gläubigen sahen im Tod kein Ende, sondern den Beginn eines neuen, besseren ewigen Lebens. Die Personifikation des Todes war erst wieder im Mittelalter üblich, wobei er als Folge der Erbsünde angesehen und zumeist hässlich wiedergegeben wurde. Oft findet man ihn als altes Weib mit Fledermausflügeln dargestellt. Seit dem letzten Drittel 14. Jahrhundert wurde der Tod meist als Skelett personifiziert (* Tödlein).

Die Attribute des Todes - Sense und/oder * Sanduhr, manchmal auch ein Spaten - vermitteln die Botschaft der Vergänglichkeit. Im Klassizismus wurde vielfach auf die Genius-Darstellung mit zu Boden gesenkter Fackel zurückgegriffen. An das Nahen des Todes gemahnende Symbole und Attribute werden als * Memento-mori-Motive bezeichnet. Die gleiche Botschaft vermitteln die so genannten * Vanitas-Darstellungen, die an den leeren Schein irdischer Pracht und Lustbarkeit erinnern sollen.


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Tod Marias »


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