Trophäe, französisch trophée, von griechisch tropaion, lateinisch tropaeum, "Siegeszeichen",

1) Bezeichnung für erbeutete Feindeswaffen, Feldzeichen usw., die in der Antike eindrucksvoll drapiert im Triumph mitgeführt und zur Schau gestellt bzw. bei Kultstätten und in Tempeln den Göttern gewidmet wurden (* Tropaion).

2) Dekor in der Baukunst und im Kunsthandwerk, bestehend aus einem Schild, auf dem Brustpanzer, Helm und gekreuzte Waffen drapiert sind. Trophäen waren vor allem in Renaissance und Historismus als Gebäudeschmuck beliebt. Von Kunsthandwerkern wurden sie oft in Bronze gegossen und dienen z. B. als Sockeldekoration von Feldherrndenkmälern. In Verbindung mit * Fayencen erwähnte den Trophäendekor Cipriano Piccolpasso (1524-1579) in seinem Werk "Li tre libri dell'arte del vasaio" (Die drei Bücher der Kunst des Töpfers). Im übertragenen Sinn werden seit dem Spätbarock oft auch dekorativ angeordnete Musikinstrumente als Trophäe bezeichnet. Solche Arrangements verwendete z. B. Tanadei bei seinen außergewöhnlichen als * Mikroschnitzerei gestalteten Motiven, die er auch mit Blumen, Fächern und Vögeln etc. kombinierte.

3) Jagdtrophäen von erlegtem Wild (Geweih, * Grandeln, Fell, Federn). Das Fell des * Nemeischen Löwen (Umhang des Helden * Herakles) und die Schwarte des * Kalydonischen Ebers (* Meleager und * Atalante) sind die in der Bildenden Kunst am häufigsten wiedergegebenen Jagd-Trophäen.


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