Tschinke, Teschinke, leichter * Vorderlader mit * Radschloss- oder Steinschloss-Mechanismus.

Der Name Tschinke leitet sich von dem Ort Teschen (polnisch Cieszyn, tschech. Tesîn) ab, dem Zentrum der Herstellung dieser Gewehre. Das Gebiet, aus dem Tschinke stammen, gehörte zur österreich-ungarischen Monarchie. Zu den bekannten Büchsenmachern in Teschen zählten Georg Grusmaul und sein Sohn, der auch Georg hieß und in der Werkstatt seines Vaters als Büchsenmacher und Schäfter arbeitete. Die von den beiden stammenden Waffen sind meist mit "GGT" (Georg Grusmaul, Teschen) bezeichnet. In ihrer Werkstatt soll eine Zeitlang Martin Hertel als "Tschinkenmeister" tätig gewesen sein, der, wie sein Sohn Johann, für schöne Tschinken berühmt war.

Ein bekannter Tschinkenmeister war ferner Christoph Kloss. Von ihm befinden sich in der Waffensammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien elf Tschinken, darunter ein Exemplar (mit Radschloss-Mechanismus), das 1655 für Kaiser Ferdinand III. (Herzog von Teschen) gefertigt wurde und für das der Meister am 24.8.1655 (Auftragserteilung) dreißig * Taler und am 26.4.1656 (Lieferung) vierzehn Taler ausbezahlt erhielt.


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Tschinkenmeister »


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