Vedute, von italienisch veduta, "Ansicht", "Aussicht",

Gemalte oder graphisch gestaltete topographisch getreue Panoramaansicht einer Landschaft oder Ansiedlung (Landschafts-, Stadtvedute). Die sachlich genaue Wiedergabe hat Vorrang vor künstlerischen Gesichtspunkten. Dies gilt nicht für die so genannte Sammelvedute, die unter Vernachlässigung dazwischenliegender Bauten mehrere wichtige Gebäude in einer Ansicht gesammelt wiedergibt.

Eine Sonderform der Sammelvedute ist die so genannte Idealvedute, eine Ansammlung dekorativer erfundener Motive, die oft mit dem * Capriccio in Verbindung gebracht werden. Die meisten Veduten gibt es von Italien, gefolgt von der Schweiz, den Niederlanden und den Städten Paris und Wien. Die Glanzzeit der Vedutenmalerei war das 17./18. Jahrhundert. Besonders bekannte Veduten des 17. Jh. sind G. A. Berckheyde und J. van der Heyden.

Als die bedeutendsten Veduten des 18. Jahrhunderts gelten B. Bellotto, genannt Canaletto, und F. Guardi. Im 19. Jahrhundert überragte die Quantität die Qualität. Besonders beliebt waren im 19. Jh. als * Panoramen in Form von * Transparentbildern gestaltete Veduten.


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