Wachsstock, vom 17. Jahrhundert bis zur allgemeinen Verwendung des elektrischen Lichts gebrauchte Lichtquelle.

Der Wachsstock besteht aus einer tassenförmigen Standfläche, von der meist ein senkrechter Dorn aufragt, dessen oberes Ende mit einer Klemmvorrichtung versehen ist. Um den Dorn oder den eigens vorgesehenen Querstock ist eine schnurförmige, meist nur etwas mehr als einen halben Zentimeter dicke Kerze gewickelt, die in der Halterung fixiert werden kann. Wachsstöcke bestehen für gewöhnlich aus Messing oder Silber und sind oft mit einem an einem Kettchen hängenden Löschhütchen (Löschhorn) bestückt.

Als Wachsstock bezeichnet werden aber nicht nur die Objekte, die zur Aufnahme der schnurförmigen Wachskerzen dienen, sondern auch die Wachslichter selbst. Vor allem in Wallfahrtsorten gab es früher ein reiches Angebot solcher schnurförmiger Kerzen. Die Wachsschnüre waren häufig kranzförmig gerollt oder in Form eines Gebetbuches zusammengelegt und mit * Applikationen aus farbigem Wachs verziert. Beliebt waren auch korbartig gewundene Wachsstöcke mit einem aus Wachs modellierten Jesuskind in der Mitte. Solche Exemplare dienten in erster Linie als Schauobjekte.


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