Wallfahrtsstätte, von christlichen Wallfahrern (Pilgern) aufgesuchter Ort (meist eine Kirche oder * Kapelle), an dem ein * Gnadenbild oder eine * Reliquie aufbewahrt und von den Gläubigen verehrt wird.

Die Reliquien sind in den so genannten "Heiltumsbüchern" beschrieben. Die beliebtesten Ziele der bis zum Barock üblichen "Fernwallfahrt" waren * Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom. Wem es unmöglich war, eine so lange, teure und beschwerliche Reise selbst zu unternehmen, der mietete zusammen mit anderen einen frommen Pilger, der den ausgewählten Wallfahrtsort aufsuchte, für seine Auftraggeber betete und * Votivgaben hinterlegte.

Als Nachweis für die Wallfahrt brachte der Pilger von der heiligen Stätte * Pilgerabzeichen, geweihtes Wasser und sonstige Andenken in die Heimat mit. Im Barock setzte sich die "Nahwallfahrt" zu Orten (Gnadenorten) mit regionaler Bedeutung durch, die für jedermann erreichbar waren. Die Spenden der Gläubigen in Form von Schmuckstücken, aber auch die dort deponierten Votivgaben machen Wallfahrtskirchen oft zu Horten kunsthistorisch interessanter Objekte.


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