Wappen, von mittelhochdeutsch wapen, "Waffe", später das Abzeichen der Ritter, besonders auf dem Schild.

Die ursprüngliche Aufgabe der Wappen war es, die mit gleichförmigen * Rüstungen gewappneten Ritter an den nach bestimmten Regeln erstellten Abzeichen, den Wappen, bereits auf Entfernung kenntlich zu machen, um Freund und Feind unterscheiden zu können. Es war die Aufgabe der * Herolde, die Inhaber der Wappen zu identifizieren (* Heraldik). Mit veränderter Kriegstechnik und dem Wegfall der schweren Rüstungen übertrug man die Wappen auf * Fahnen, * Banner und * Wimpeln.

In weiterer Folge wurden die Zeichen als so genannte Adels- und Familienwappen erblich und bestehen in dieser Form bis heute weiter. Auf die Ritterzeit zurückgehende Wappen werden als "Urwappen" bezeichnet, zum Unterschied von den mit Wappenbriefen verliehenen "Briefwappen" späterer Zeit. Wappen, deren Darstellungen auf den Namen des Trägers Bezug nehmen, heißen "redende" oder "sprechende" Wappen. Neben Familienwappen existieren Haus-, Kloster-, Amts-, Zunft-, Länder- und Städtewappen sowie Wappen von Klerikern.

Das Wappen bestand ursprünglich nur aus dem Schild, dem später der * Helm mit * Zimier und * Helmdecke angefügt wurde. Die über dem Schild befindlichen Teile des Wappens werden als "Oberwappen" bezeichnet. Die so genannten * Rangkronen geben nach der Anzahl der Zacken oder Perlen den Rang eines Adeligen an. Das kunstgerechte Ausmalen und das Beschreiben eines Wappens wird als * Blasonieren bezeichnet. Für die nichtfarbige Wiedergabe von Wappen dient die * Schraffur.


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