Wasserfarben, Sammelbegriff für alle mit Wasser vermalbaren Farben.

Es wird zwischen den * lasierenden, * transparenten Aquarellfarben und den deckenden * Gouachefarben unterschieden. Im künstlerischen Bereich gibt es auch * Temperafarben, die sich mit Wasser verarbeiten lassen. Die Technik der Wasserfarbenmalerei war in Ägypten schon im 2. Jt. v. Chr. bekannt. Die * Illuminatoren im Mittelalter verwendeten fast ausschließlich deckende Wasserfarben.

Auch die bis zur Erfindung der Fototechniken in großen Stückzahlen hergestellten Porträtminiaturen des 17.-19. Jh. wurden als Gouachen ausgeführt. Lasierende Wasserfarben (Aquarellfarben) dienten seit dem 15. Jh. vor allem zur * Kolorierung von * Holzschnitten und * Stichen. Seit der 2. Hälfte 19. Jh. standen Wasserfarben in der Bildenden Kunst immer weniger in Gebrauch. Das größte Anwendungsgebiet für Wasserfarben ist seit dem 2. Weltkrieg der Zeichenunterricht in Schulen.


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