Wasserzeichen, Zeichen im Papier, die bei Gegenlicht hell aufscheinen.

Wasserzeichen dienen hauptsächlich als Fabrikszeichen und bei Dokumenten und Geldscheinen als Nachweis der Echtheit. Die ersten Wasserzeichen entstanden in Europa Mitte 13. Jahrhundert in Italien. Durch Aufbringen von aus Draht geformten oder aus dünnem Blech ausgeschnittenen Darstellungen auf die Drahtschöpfform wurde die Faserdichte, d. h. die Stärke des Papiers, entsprechend der Höhe der Darstellungen geringer. Gegen das Licht gehalten, sind die Wasserzeichen deshalb heller als das Umfeld.

Bekannte alte Wasserzeichen (Ochsenkopf, Turm, Waage, Ornamente und heraldische oder religiöse Darstellungen, Namen von Papiermachern, Jahreszahlen usw.) sind manchmal Datierungshilfen bei Graphiken. Bei der modernen maschinellen Papierherstellung werden die auf der Vordruckwalze als Relief sich abhebenden Wasserzeichen in die in der Langsiebmaschine befindliche noch feuchte Papierbahn eingedrückt. Früher wurde das Wasserzeichen auch "Filagramm" genannt.


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