Wehrkirche, mittelalterliches Gotteshaus mit dicken Mauern, kleinen Fenstern, einem bergfriedartigen Kirchturm mit Schießscharten und relativ schmalem Eingangstor, um Angriffe leichter abwehren zu können.

Manchmal sind Wehrkirchen von einer hohen und massiven Friedhofsmauer umgeben. Bei Vorhandensein solcher festungsartiger Ummauerungen spricht man auch von Kirchenburgen. Wehrkirchen entstanden überall dort, wo mit häufigen Überfällen zu rechnen war. Sie boten der Bevölkerung der Umgebung die Möglichkeit, in dem befestigten Gotteshaus mit ihrer Habe Schutz zu suchen. Allein in Südfrankreich sind heute noch ca. 350 Wehrkirchen erhalten, etwa halb soviel sind es in Rumänien (Siebenbürgen), und vereinzelt kann man sie auch in Italien, Spanien, in Südschweden, im Erzgebirge, in Friesland und in Schlesien finden.


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