Weihnachtsbaum, Christbaum.

Schon in vorchristlicher Zeit gab es zur Wintersonnenwende (21./22. Dezember) ein Ritual, immergrüne Zweige als Symbol des Lebens und Inbegriff der lebensspendenden Kraft der neugeborenen Sonne aufzustellen.

Im christlichen Kultus wurde der Baum dann Symbol für den geborenen Heiland. Bereits im 12./13. Jahrhundert findet in französischen Gedichten "ein strahlender Weihnachtsbaum" Erwähnung. Später verlor sich der Brauch in Frankreich, mit Ausnahme auf den Elsass, wo im 17. Jahrhundert in Straßburg von der Kanzel gegen die Weihnachtssitte, einen Tannenbaum mit Süßigkeiten und Puppen zu behängen, gewettert wurde.

Der Brauch, eine geschmückte Tanne oder Fichte zu Weihnachten im Wohnzimmer aufzustellen und dort mindestens bis Neujahr zu belassen, war auch in Städten des Oberrheins schon um 1600 bekannt. Allgemein üblich wurde der mit Äpfeln, Backwerk (* Springerlen) und * Christbaumschmuck behängte sowie mit Kerzen versehene Weihnachtsbäume als Lichtträger erst im 19. Jahrhundert. Vgl. * Christkind.


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