Zellengewölbe, Tütengewölbe, Wabengewölbe, in der Spätgotik als Gratgewölbe oder Rippengewölbe ausgeführtes Ziergewölbe, als Sonderform des Netzgewölbes.

Der Name wird von den keilförmigen zellenartigen Eintiefungen abgeleitet, die sich zwischen den die Decke abstützenden Verstrebungen befinden. Die Zellen wurden von den Lehrbögen (* Lehrgerüst) ohne Zuhilfenahme einer Verschalung aus freier Hand geschlossen. Zellengewölbe sind vor allem in der norddeutschen Backsteingotik üblich und sie bilden kerbschnittförmige Räume zwischen den Rippen oder gratähnlichen Stegen. Als Erfinder des Zellengewölbes gilt A. v. Westfalen, der Erbauer der Albrechtsburg zu Meißen, wo schon 1470 alle später üblichen Zellenformen (Kreuz-, Netz- und Sterngewölbe) zu finden sind. Anfänglich war das Zellengewölbe nur bei Profanbauten und bei weniger bedeutenden sakralen Räumen (* Sakristei),* und beim Domkreuzgang) Domkreuzgang, * Krypta) gebräuchlich.


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Zellenschmelz »


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