Zinne, Bezeichnung für pfeilerartige Aufbauten in Form so genannter * Windberge, im Wechsel mit Öffnungen (Schießscharten) als Mauerabschluss bei Wehrbauten (Burgen, Wehrkirchen). Sie dienten den Verteidigern als Deckung.

Die als Schießscharten bezeichneten Zwischenräume stellten das Schussfeld dar, um das Feuer der Angreifer erwidern zu können. Während die Schießscharten anfänglich gleich breit wie die Windbergen waren, wurden sie seit dem 12. Jahrhundert schmäler angelegt und haben oft nur ein schlitzförmiges Ausmaß. Neben den üblichen quaderförmigen Zinnen gibt es auch Sonderformen. Zu ihnen zählen die im Alten Orient beliebten abgestuften Treppenzinnen sowie die vor allem in Oberitalien verbreiteten * Kerbzinnen. Seit dem Spätmittelalter hatten die Zinnen oft nur noch dekorative Bedeutung, wie auch bei den Bauten des * Historismus.


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Zinnenfries »


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