Theseus, attischer Nationalheros.

Es heißt, dass König Aigeus, sein Vater, nach Delphi reiste, um seiner Kinderlosigkeit wegen beim Orakel Rat zu suchen. Der Spruch des Orakels lautete, dass er bis zu seiner Heimkunft keinen Wein trinken und keiner Frau beiwohnen dürfe. Er wurde jedoch von seinem Gastfreund Pittheus dazu verleitet, Wein zu trinken und das Lager seiner Tochter Aithra zu teilen. Vor der Abreise legte Aigeus sein Schwert unter einen schweren Stein und bat Aithra, wenn sie einen Sohn gebären sollte, diesen erst dann zu ihm nach Athen zu senden, wenn er das Schwert unter dem Felsen hervorzuholen imstande wäre.

Darstellungen der Heldentaten des Theseus sind seit dem 6. Jh. v. Chr. bekannt. Ein besonders beliebtes Thema war sein siegreicher Kampf mit dem im * Labyrinth in Kreta hausenden Minotaurus. Theseus beendete damit die Verpflichtung der Athener, jedes Jahr sieben Jungfrauen und Jünglinge nach Kreta zu senden, die von dem Stiermenschen gefressen wurden. Die in Theseus verliebte Ariadne, Tochter des kretischen Königs * Minos, hatte ihm gegen das Versprechen, er werde sie auf seinem Schiff mit nach Hause nehmen, verraten, wie er nach der Tötung des Ungeheuers wieder aus dem Labyrinth finden könne (* Minotaurus, * Ariadne). Im Kampf gegen die * Amazonen nahm Theseus die Amazonenkönigin * Hippolyte gefangen. Sie verliebte sich in Theseus und gebar ihm den Sohn Hippolytos. Dargestellt findet man Theseus auch beim * Kampf der Kentauren und Lapithen und bei der Jagd des * Kalydonischen Ebers.


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