Zurück A-Z Begriffssuche Home

BeyArs Kunstlexikon

Suche

Cancel Search
Bileam, in der * Vulgata Balaam.

Bileam wird im Alten Testament (* Numeri 22, 22-35) als mächtiger Wahrsager bezeichnet. Auf Wunsch des Moabiterkönigs Balak sollte Bileam die siegreich nach Kanaan vorgedrungenen Israeliten verfluchen, denn Balak wusste, wen Bileam segnet, der bleibt gesegnet, und wen Bileam verflucht, der bleibt verflucht. Bileam machte sich mit seiner Eselin auf den Weg, das Tier änderte  aber dreimal die Richtung, weil ihm ein Engel mit gezogenem Schwert den Weg versperrte. Jedesmal schlug Bileam das Grautier, da er den Sendboten Gottes nicht sehen konnte. Beim dritten Mal machte die Eselin mit Worten auf den Engel aufmerksam, und Bileam sah daraufhin die Erscheinung. Der Engel gab danach den Weg frei und veranlasste Bileam, seine Reise fortzusetzen. Am Ziel angelangt, gingen die Moabiter und ihr König mit ihm dreimal auf einen Berg, von dem aus man die Israeliten sehen konnte. Anstatt einen Fluch auszusprechen, segnete Bileam das Volk Israel jedesmal und weissagte König Balak die große Zukunft des auserwählten Volkes.

Das Thema ist ein beliebtes Thema der Bildenden Kunst.  Ein Elfenbeinrelief mit der Darstellung des Motivs befindet sich z. B. im Bayerischen Nationalmuseum in München; es wird Dominikus Stainhart bzw. seiner Werkstatt zugeschrieben. Gemälde u. a. von Rembrandt (Musée Cognacq-Jay, Paris).


« Bildwirker

Bileams Eselin »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.