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BeyArs Kunstlexikon

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Action-Painting, Aktionsmalerei, vom amerikanischen Kunstkritiker Harold Rosenberg 1952 in der Septembernummer der Zeitschrift "Art News" erstmals verwendeter Ausdruck für eine in Amerika entstandene Richtung des * abstrakten Expressionismus.

Kennzeichnend für die Action-Painting ist der auf dynamischer Malgestik beruhende Handlungsablauf bei der Bildgestaltung. Von Jackson Pollock, einem der Hauptvertreter des Action-Painting, ist z. B. bekannt, dass er den Farbträger häufig auf den Fußboden legte und von allen Seiten her "malte", wobei er zum Auftragen der Farben nicht nur Pinsel, sondern auch Spachteln und Holzstücke etc. verwendete. Vielfach wurde von ihm die Farbe auch getropft, mit Pinseln gespritzt oder aus Behältern geschüttet (* Schüttbild, * Drip-Painting).

Die Maler des Action-Painting hatten keine konkrete Vorstellung im Sinn, die sie als Bild realisieren wollten, sondern sie betrachteten den Bildträger (Leinwand etc.), wie Jackson Pollock es ausdrückte, als Arena, wo eine Aktion stattfinden sollte. Sie nahmen das zur Herstellung eines Bildes nötige Material und stellten sich der Herausforderung, den Bildträger zu modifizieren; das Ergebnis war dann das Bild.

Das verstandesmäßige Bewusstsein wurde bisweilen ausgeschaltet und durch eine spontane Dada-Aktivität (* Dadaismus) ersetzt. Im Vordergrund stand immer die Aktion. Komposition, Form, Farbe und Bildträger wurden als zweitrangig angesehen, was einige Maler dadurch auszudrücken versuchten, dass sie leere Leinwände präsentierten. Durch den Action-Painting entstanden auch Impulse für andere ungegenständliche Malweisen, z. B. * Informel und * Tachismus. Neben Pollock werden mit Action-Painting in Verbindung gebracht: S. Francis, W. de Kooning, G. Mathieu, M. Moreni, R. Motherwell, J.-P. Riopelle, M. Tobey u. Action-Painting.


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