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BeyArs Kunstlexikon

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Bleistift, Graphitstift,

Bezeichnung für das heute am häufigsten verwendete Zeichenmittel, bestehend aus einer in strangförmige Minen gepressten Mischung aus Graphitmehl und Ton, umkleidet mit Holz. (Graphit ist im wesentlichen reiner Kohlenstoff.) Je weicher die Mine des Bleistifts sein soll, desto höher ist der Graphitanteil (bis 90 %). Erfunden haben soll den Bleistift 1790 Nicolas Jacques Conté. Es wird allerdings berichtet, dass erste Versuche mit Graphitstiften zu zeichnen bereits Ende 16. Jh. in England und Spanien erfolgten. Die vor dem Bleistift verwendeten * Bleigriffel und * Silberstifte erlaubten eine klare Strichführung nur dann, wenn das Papier vorher mit einem Gemisch aus Knochenpulver oder Erdfarben mit Leim grundiert worden war. Der Nachteil von Bleigriffel und Silberstift war ferner, dass die Zeichnungen im Lauf der Zeit bräunlich wurden und stark verblassten. Eine alte Bezeichnung für Bleistift ist "Reißblei" (* reißen)


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