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BeyArs Kunstlexikon

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Cabaret Voltaire, von Künstlern, die wegen des 1. Weltkriegs in die Schweiz geflüchtet waren, am 5.2.1916 in der Züricher Altstadt als "Protest gegen den Wahnsinn der Zeit" eröffneter Kunstsalon.

Die Idee zur Gründung des Cabaret Voltaire stammte von dem deutschen Dichter und Regisseur Hugo Ball und seiner Gefährtin Emmy Hennings, die mit ihm aus Deutschland emigriert war. Ihnen schlossen sich als erste der Dichter und Maler Hans Arp und Sophie Täuber an. Täuber war Lehrerin in der Züricher Kunstgewerbeschule und trat immer nur maskiert auf, um ihre Anstellung nicht zu verlieren. Im Juni 1916 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Cabaret Voltaire. Nach Ansicht der im Cabaret Voltaire tätigen Künstler, zu denen auch Richard Hülsenbeck, Tristan Tzara und Marcel Janco zählten,  trug die * Bourgeoisie, die etablierte selbstzufriedene Gesellschaft, die Verantwortung für das Kriegsgeschehen. Sie wendeten sich deshalb mit einer so genannten Anti-Kunst gegen gültige bürgerliche Wertmaßstäbe. Zum Ausdruck des Protests gehörte u. a. das Deklamieren unzusammenhängender Silben und Wörter in Form so genannten Lautgedichte (häufig in Verbindung mit theatralischen Aktionen), Lärm-Musik und die Präsentation provokanter * Collagen. In diesem Milieu entwickelte sich aus dem Cabaret Voltaire der * Dadaismus. Ab 1917 stellten die Dadaisten dann in einer eigenen Galerie aus, der "Galerie Dada".


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