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BeyArs Kunstlexikon

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Abendmahl, das Letzte, Am Abend vor der * Kreuzigung waren alle * Jünger zu einem Mahl versammelt.

Während sie aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach das Brot und gab es ihnen mit den Worten: "Nehmet hin, das ist mein Leib!" Und er nahm den Kelch, sagte Dank, gab ihn an die Jünger weiter, und alle tranken aus ihm Wein. Und er sprach zu ihnen: "Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele" (* Markus 14, 22-25). Zusätzlich wird noch darauf hingewiesen, dass * Petrus den * Heiland dreimal verleugnen werde, bevor am frühen Morgen der Hahn kräht. Petrus wird in der christlichen Kunst deshalb oft mit einem Hahn dargestellt. Charakteristisch für das letzte Abendmahl ist die Einsetzung als * Sakrament.

Nach katholischer Auffassung werden nach der Lehre der * Transsubstantiation durch das Hochgebet (* Eucharistie) als Höhepunkt der Messfeier, Brot und Wein in den Leib und das Blut des * Heilands verwandelt. Im Urchristentum feierte man das Abendmahl mit einem Sättigungsmahl (* Agape). Ab dem 2. Jh. erfolgte eine Trennung des Sättigungsmahls vom Abendmahl, bei dem nur mehr Brot und Wein gereicht wurde. Das von den Gläubigen selbst mitgebrachte nicht konsekrierte Brot war für den Klerus und die Armen bestimmt. Einen kleinen Teil des konsekrierten Brotes verwahrte man für den Fall, dass einem Sterbenden das Abendmahl gereicht werden sollte, in einem über dem Altar hängenden Behälter, der meist die stilisierte Form einer Taube hatte (* Ziborium, * Tabernakel).

Heute beschränkt sich die Abendmahlsfeier in der katholischen Kirche auf den Verzehr der * Hostie. Das letzte Abendmahl fand im 5./6. Jh. Eingang in die Bildende Kunst. Ursprünglich wurde Jesus an der linken Ecke der Tafel sitzend wiedergegeben, ab dem 11. Jh. meist in der Mitte thronend, flankiert von seinen Jüngern. Judas wird oft im Weggehen dargestellt, mit rotem Haar und gelber Gewandung als Verräter gekennzeichnet.


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