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BeyArs Kunstlexikon

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Ajourarbeit, von französisch * à jour, "zutage", "durchbrochen", "aussparen", Bezeichnung für jede * Durchbrucharbeit.

1) In der Goldschmiedekunst * Fassung für durchsichtige und durchscheinende Steine, die für optimalen Lichteinfall möglichst freiliegend fixiert sind.  Erreicht wird dies u. a. dadurch, dass in die Halterung der Steine Öffnungen eingeschnitten werden, die das Reflexionsvermögen durch guten Lichtzutritt erhöhen und zugleich auch als Verzierung dienen. Die extremste Art der Ajour-Fassung ist die so genannte * Krappenfassung, bei der das zu fassende Objekt (zumeist ein Diamant) freistehend, nur mittels einiger Krallen, der so genannten * Krappen, gehalten wird.

2) In der Elfenbeinkunst Bezeichnung für durchbrochen gestaltete Reliefs. Auf extrem feine Ajourarbeit spezialisiert waren die Elfenbeinkünstler in Dieppe/Frankreich. Eine eigene Art von Durchbruchschnitzereien sind die in Dieppe im 18./19. Jh. hergestellten so genannten * Mosaique-Arbeiten.


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