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BeyArs Kunstlexikon

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Dussägge, Dussecke, Dussack, Tisacke, von tschechisch tesák, "Hirschfänger".

Die Dussägge soll erstmals im 15. Jh. von den Hussiten verwendet worden sein. Bei vielen erhaltenen Dussäggen handelt es sich um den so genannten steirischen Typus aus dem 1. Viertel 16. Jh., mit einer nach dem ungarischen Säbel geformten Klinge, nur meist kürzer und insgesamt etwas breiter. In dem Fall spricht man auch von einem "Säbel auf Teutsch gefasst".

Im letzten Drittel verbreitert sich die Klinge oft, bevor sie spitz ausläuft. Das * Gefäß mit lederbezogenem Griff hat einen pyramidenförmigen Knauf, eine leicht S-förmig gebogene * Parierstange und ein breites, segelförmig als Faustschutz hochgezogenes * Stichblatt sowie einen Daumenbügel. Eine späte Sonderform, bei der das Stichblatt deckelförmig ausgebildet ist, um einen an der Lederscheide angebrachten Patronenbehälter abzudecken, wird Fuhrmanndussägge oder Fuhrmanndusagl genannt.


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