Zurück A-Z Begriffssuche Home

BeyArs Kunstlexikon

Suche

Cancel Search
Emblem, von griechisch emblema, "das Eingesetzte",

1) dem eigentlichen Wortsinn folgend, Bezeichnung für einen spezifischen Einzelteil eines größeren Ganzen, z. B. den abgegrenzten Teil eines * Mosaiks oder einer * Tapisserie.

2) Späterer Auffassung nach auch separate eigenständige Objekte, z. B. Kennzeichen von * Gilden und * Zünften, * Sinnbilder (für Musik, Malerei, Bildhauerei, Landwirtschaft, Wissenschaft etc.) sowie Hoheitszeichen. Besonderer Beliebtheit erfreute sich das sinnbildhafte Emblem in der Renaissance und im Barock. Seit der Neuzeit besteht ein Emblem zumeist aus einem Bildteil, der häufig* allegorischen Charakter hat (auch als Imago, Pictura, Symbolon oder Icon bezeichnet). Darüber oder innerhalb der Darstellung befinden sich oft lat. oder griech. Schlagwörter (Devise, Inscriptio, Lemma, Motto, Titel oder Überschrift genannt). Ergänzt werden Embleme häufig mit der Subscriptio, einer erläuternden Schrift unterhalb des Bildteils, vor allem dann, wenn es sich um eine allegorische Darstellung handelt, als Hilfe zu deren Entschlüsselung. Aufgrund seines sinnbildhaften Charakters ist das Emblem mit * Attribut und * Symbol verwandt. Als älteste Publikation über Embleme gilt das 1532 in Augsburg von Andrea Alciati publizierte Werk "Emblematum liber". Besonders beliebt war die Verwendung von Emblemen in der Zeit von 1530-1650.


« Emanuelinischer Stil

Emblematik »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.