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BeyArs Kunstlexikon

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Empaquetage, französisch, "Verpackung", Variante der Verfremdung von * Ready-mades durch Verpacken mit Folie.

Die Empaquetage wurde 1920 durch Man Rays surrealistisches Objekt "Das Rätsel des Isidore Ducasse" in Form einer verpackten Nähmaschine, als eine Variante des * Dadaismus, in der modernen Kunst eingeführt. (Bei der Nennung des Namens Man Ray denkt man heute allerdings meist an die nach ihm benannten * Rayogramme.) Die Neuen Realisten griffen die Idee der Empaquetage wieder auf und umhüllten immer größere Objekte. Der heute bekannteste Vertreter der Empaquetage ist der gebürtige Bulgare Christo (Cristo Javacheff), der 1958 mit der Verpackung von Möbeln, Motorrädern, Autos und Gebäuden begann. Aufsehen erregte Christo 1967/68 durch das Verpacken von 5450 Kubikmeter Luft. Mit der Präsentation von verpackter Leere hatte Christo bereits 1964 begonnen. Es folgte 1969 die Verpackung von 100.000 Quadratmeter australischer Steilküste (Little Bay), 1971/72 in Colorado das Abgrenzen eines Tales mit einem 400 Meter langen Vorhang (Valley Curtain) und 1976 die Aufstellung eines 39 km langen Zaunes (Running Fence). Im Juni 1995 erreichte die Tätigkeit des Verpackungsvirtuosen Christo mit der Verpackung des Berliner Reichstagsgebäudes mittels einer 250 t schweren Stahlkonstruktion und 100.000 qm silberglänzendem Material einen neuen Höhepunkt.


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