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BeyArs Kunstlexikon

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Eros, altgriechischer Gott der sinnlichen Liebe,

den Hesiod neben dem Chaos, der Erdmutter * Gäa und dem * Tartaros als eines der Urprinzipien ansah, am Beginn des Seins und ausschlaggebend für die Zeugung. Später wurde Eros oft nicht mehr als Jüngling, sondern als kleiner Knabe dargestellt und als Sohn der Göttin * Aphrodite und ihres Geliebten, des schönen Kriegsgottes * Ares, bezeichnet. Eros entspricht dem römischen Liebesgott * Amor bzw. * Cupido.

Im ausklingenden Mittelalter wird Eros oft gefesselt dargestellt, besiegt von der Keuschheit. Es ist üblich, in der Vielzahl auftretende knabenhafte Darstellungen des Liebesgottes als "Eroten" zu bezeichnen, vor allem dann, wenn das Kunstwerk als solches erotischer Natur ist. Ansonsten werden die oft als * Staffagefiguren dienenden kleinen Liebesgötter meist * Amoretten genannt. Sie sind stets mit Köcher-(Gurt), Bogen oder Pfeilen wiedergegeben. Eine nackte Kinderfigur ohne zumindest eines dieser Attribute bezeichnet man im Allgemeinen als * Putto. Dieser Terminus wird bei sakralen Motiven auch für die seit der ital. Frührenaissance üblichen Kinderengel verwendet.


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