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BeyArs Kunstlexikon

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Eurystheus, Königssohn aus Mykene, in dessen Auftrag Herakles die zwölf Arbeiten oder Taten vollbringen musste.

Als die von * Zeus schwangere * Alkmene (eine Enkelin des * Perseus) ihr Kind gebären sollte, verkündete Zeus, der nächstgeborene Mensch wäre sein Sohn und werde über alle Nachkommen des Perseus herrschen. * Hera, der Zeus-Gemahlin, kam dies zu Ohren; sie verzögerte daraufhin die Geburt Alkmenes und sorgte dafür, dass die Frau des regierenden Königs von Mykene noch vor Alkmene ihr Kind zur Welt brachte, nämlich Eurytheus, den späteren König von Mykene. Der durch den Seitensprung des Gottes Zeus mit Alkmene gezeugte * Herakles wurde von Hera mit wildem Hass verfolgt. Nicht verhindern konnte sie aber, dass er unsterblich wurde, denn sie selbst hatte den Kleinen an ihre göttliche Brust genommen, ohne zu wissen, dass es das Kind der Nebenbuhlerin war. Herakles saugte so fest, dass sie ihn vor Schmerz fallen ließ und durch ihren Milchstrahl die Milchstraße entstand. Ihr Hass auf Herakles ließ auch nicht nach, als dieser bereits erwachsen war. So bewirkte sie beispielsweise, dass er in einem Anfall von Sinnesverwirrung seine eigenen Kinder tötete. Dem Orakel von Delphi zufolge musste der Held zur Strafe dem Eurytheus dienen. Der feige und schwächliche König fürchtete um seinen Thron und betraute Herakles mit zwölf unlösbar scheinenden Aufgaben (siehe unter * Herakles).


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