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BeyArs Kunstlexikon

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Exlibris, Ex libris, lateinisch, "aus den Büchern",

Bezeichnung für kleine druckgraphische Blättchen zum Aufkleben, die als Bucheignerzeichen dienen. Sie tragen meist die Aufschrift "Exlibris" ("Ex libris") und werden in der Regel an der Innenseite des Buchvorderdeckels angebracht. Die Identität des Buchbesitzers ergibt sich entweder aus der Namensnennung oder durch ein * Wappen, die * Initialen oder durch * allegorische Darstellungen.

Die ältesten Beispiele von Exlibris stammen aus der 2. Hälfte 15. Jh. Zu den ältesten Exemplaren zählt ein für Kaplan H. Igler als Holzschnitt ausgeführtes Exlibris mit einem Igel als Motiv. Durch Exlibris-Sammlungen ist zu ersehen, dass u. a. so bekannte Künstler wie J. Amman, H. Burgkmair, L. Cranach, A. Dürer, H. Baldung Grien, H. Holbein d. J. mit der Gestaltung von Exlibris befasst waren. Die heute im Zuge der Nostalgiewelle von manchen verwendeten Exlibris werden zum Großteil mit Hilfe alter Vervielfältigungsverfahren (* Holzschnitt, * Radierung, * Linolschnitt) hergestellt. Mit mehr als 100.000 Exemplaren besitzt das British Museum in London eine der größten Exlibris-Sammlungen der Welt. Früher waren auch Bibliothekszeichen sehr verbreitet, "ex bibliotheca" genannt. Heute kaum mehr verwendet wird das "Supralibros", das als Eignerzeichen auf der Vorderseite des (ledernen) Buchdeckels in Form eines Wappens etc. eingeprägt ist. Auch das Anbringen eines * Donatoren-Exlibris., das den Donator, d. h. den Schenker eines Buches, bezeichnet, ist heute nicht mehr gebräuchlich. Als Pseudo-Exlibris werden Exemplare bezeichnet, die nicht für einen bestimmten Bucheigner hergestellt wurden, sondern nur für das Sammlerwesen. Vgl. * Exeroticis, * Exmusicis.


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