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BeyArs Kunstlexikon

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Fischleim, früher meist Ichthyocolla oder Colla piscium genannt.

Fischleim besteht aus der Schwimmblase des Hausen (Hausenblasenleim) oder Sterlet (beides Störe) und zählte früher zu den am meisten benutzten Klebemitteln. Die Schwimmblase der Fische wurde in schwacher Kalkmilch gewaschen, sodann aufgeschnitten und mit der silberweißen Innenseite nach oben aufgelegt. Nach leichtem Abtrocknen zog man die den Fischleim bildende membranartige Innenhaut ab, ließ sie an der Sonne trocknen und brachte sie gebündelt in den Handel. In heißem Wasser löst sie sich fast völlig auf und bildet eine durchsichtige Gallerte. Fischleim ist wasserklar und kaum gilbend. Bei fachgemäßen Reparaturen von Antiquitäten werden heute noch die alten in Wasser oder schwachem Weingeist löslichen Leimarten verwendet (Fischleim, Hautleim, Knochenleim, Pergamentleim) und moderne, synthetische, schwer lösliche Klebstoffe gemieden.


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